Fliegen lernen, Gemeinschaft erleben: unser Jahresrückblick 2025
Ein Fliegerjahr besteht aus Momenten, in denen man abhebt – und aus all den Stunden, in denen man gemeinsam dafür sorgt, dass genau das sicher möglich ist. Bis in den März 2025 hinein war bei uns auf dem Flugplatz Leuzendorf daher vor allem eines angesagt: Winterarbeit. In der Halle wurde geschraubt, geprüft, verbessert und vorbereitet – damit die Saison später zuverlässig und mit gutem Gefühl beginnen kann.
Fit für die Saison
Im Mittelpunkt standen die Wartung und Pflege unserer Vereinsflotte:
- der Schulungsdoppelsitzer Twin Astir
- die Einsitzer Jeans Astir und ASW 19
- sowie der Motorsegler SF 25 C
Auch Startwinde, Startbus, Seilrückholfahrzeug und Rettungswagen bekamen die nötige Aufmerksamkeit. Ein fester Bestandteil sind die Jahresnachprüfungen der Flugzeuge sowie der Startwinde – ein wichtiger Meilenstein, der zeigt: Sicherheit entsteht nicht zufällig, sondern durch konsequente Arbeit und eingespielte Abläufe.
Parallel dazu nutzten wir die Wintermonate für Theorieunterricht in der Motorseglerausbildung. Für die angehenden Motorseglerpiloten war das ein wichtiger Baustein auf dem Weg vom Segelflugzeug zum Motosegler – und für weitere Vereinskameraden zugleich ein geschätzter Refresher, um Wissen aufzufrischen und sich auszutauschen.
„Almauftrieb“ – der Platz erwacht
Am 5. April wurde der traditionelle „Almauftrieb“ begangen: Werkstattabbau in der Halle, Frühjahrsputz von Halle und Clubheim, Prüfung und Überholung der Flugplatzinfrastruktur, wie beispielsweise die Landebahnmarkierungen. Dazu kamen das Saisoneröffnungsbriefing sowie die Check- und Überprüfungsflüge mit Fluglehrer. Ein gemeinsamer, strukturierter Start in die Saison, der Routine schafft und Vertrauen in Mensch und Material stärkt.
Hohenloher Vergleichsfliegen in Weipertshofen: sportlicher Austausch
Im Juni waren ein paar Vereinsmitglieder beim Hohenloher Vergleichsfliegen in Weipertshofen dabei. Solche Treffen sind mehr als Wettbewerb: Sie verbinden, bringen neue Impulse und zeigen, wie lebendig der Segelflug in unserer Region ist.
Große Berge, große Momente: Alpenfliegen in Südfrankreich
Ein fliegerisches Highlight waren auch 2025 wieder die Alpenflüge in La Motte-du-Caire in der Nähe von Gap in Südfrankreich. Wer einmal in dieser Kulisse unterwegs war, weiß: Das sind Flüge, die bleiben – mit besonderen Perspektiven, eindrucksvollen Landschaften und Momenten, die man nur schwer in Worte fassen kann.
Besonders schön: unsere Vereinsmitglieder bekamen dort sogar Besuch aus der Heimat. Ein weiteres Mitglied reiste mit dem Motorsegler an. Genau solche Geschichten zeigen, was unseren Verein ausmacht: Gemeinschaft endet nicht am Platzrand.
Fliegen teilen – Freude weitergeben
Im Juli machte eine Wandergruppe der Weckelweiler Gemeinschaften, unterwegs auf dem Jakobsweg, Station bei uns am Flugplatz und nutzte die Gelegenheit zu Rundflügen über die Hohenloher Heimat. Für viele war es ein ganz neues Erlebnis – und für uns ein Tag, der eindrücklich zeigt, wie verbindend Fliegen sein kann.
Flugzeugschlepp: Höhe gewinnen und zum Training nutzen
Von den Fliegerfreunden aus Ingolstadt-Manching kam ein Motorflugzeug zu Besuch, das unsere Segelflugzeuge im Flugzeugschlepp auf große Höhen brachte. Die Gelegenheit wurde genutzt, um gezielt zu trainieren. Unteranderem auch Segelkunstflug, bei welchem die Welt auch einmal auf dem Kopf steht.
Kinderferienprogramm: Begeisterung im Cockpit
Ein fester Termin im Sommer ist inzwischen auch unsere Beteiligung am Schrozberger Kinderferienprogramm: Am 23. August durften Jugendliche ab 12 Jahren mit erfahrenen Piloten im Segelflugzeug abheben. Für viele war es der erste Kontakt mit dem Fliegen und für uns jedes Jahr aufs Neue ein Tag voller Begeisterung, Fragen, Lachen und leuchtender Augen. Dass wir das auch 2026 wieder anbieten möchten, steht für uns außer Frage.
Ausbildungserfolg: Segelflugprüfung bestanden
Ein besonders erfreulicher Höhepunkt gelang Anfang August auch im Ausbildungsbereich: Nico Walzenbach bestand seine drei Prüfungsflüge für die Segelfluglizenz mit Bravour. Solche Erfolge sind für uns immer etwas Besonderes – weil sie zeigen, wie viel Engagement in der Ausbildung steckt, und weil sie die nächste Generation in unserem Sport sichtbar machen.
Unterwegs mit dem Motorsegler: Neue Plätze, neue Menschen, neue Eindrücke
Über die Saison verteilt gab es mehrere Ausflüge mit dem Vereinsmotorsegler und privaten Motorseglern. Unter anderem gab es Besuche bei unseren Fliegerkameraden nach in Hermuthausen sowie Ingolstadt. Außerdem wurden gemeinsame Ausflüge zu den Flugplätzen in Kirn, Mainbullau, Eichstätt, Ellwangen, Friesener Warte, Kitzingen und Sinsheim gemacht. Dabei stehen neben dem fliegerischen Erlebnis oft auch Kulinarik und die Gemeinschaft im Mittelpunkt.
Saisonende und Jahresausklang: Almabtrieb und Lagerfeuer zum Jahresende
Mit dem „Almabtrieb“ am 1. November endete die Segelflugsaison: Segelflugzeuge abbauen, Flug- und Fahrzeuge reinigen, Werkstatt in der Halle aufbauen. Den stimmungsvollen Schlusspunkt setzte das Jahresabschlussgrillen am 30. Dezember: bei Lagerfeuer, Bratwurst und Glühwein wurde auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Es sind Momente wie diese, die uns wieder einmal bewusst machen, wie viel in einem Verein steckt.
Ausblick: Wir schrauben schon am Frühling – neue Gesichter sind willkommen
Aktuell sind wir wieder in unserer Werkstatt aktiv und bereiten die Flugzeuge auf die neue Saison vor. Wenn alles planmäßig läuft und das Wetter mitspielt, startet die Segelflugsaison Anfang April 2026. Und dann gilt wie immer: Wochenenden und Feiertage sind unsere Flugtage (gutes Wetter vorausgesetzt).
Wer die Faszination Segelflug einmal erleben möchte – oder sich vorstellen kann, bei uns das Fliegen zu lernen – ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. Ein Gespräch am Platz ersetzt jede Theorie: Man sieht den Flugbetrieb, lernt Menschen kennen und bekommt ein Gefühl dafür, was diesen Gemeinschaftssport so besonders macht.
Bericht vom 19.01.2026

